Persephone ist eine Gestalt aus der griechischen Mythologie. Tochter der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter, wird sie in der Blühte ihrer jugendlichen Freude von Hades in die Unterwelt entführt. Sie ist aber kein passives Opfer ihres Schicksals: Sie wird Herrin der Unterwelt und stellt ein neues Gleichgewixcht her, indem sie jedes Frühjahr an die Erdoberfläche zurückkehrt. So wird sie zur Göttin des Übergangs, der Wandlung und des Neubeginns – eine Figur, die zwischen Leben und Tod, Verlust und Wiederkehr vermittelt.
Ihr Symbol ist der Granatapfel, Sinnbild für Fruchtbarkeit und Fülle. Diese Fruchtbarkeit verstehe ich nicht nur und nicht einmal primär biologisch, sondern auch und vor allem metaphorisch: als die Fähigkeit, in der Tiefe Neues entstehen zu lassen – Sinn, Verbindung, Lebendigkeit.
Für mich steht Persephone damit für das, was viele Menschen im Kinderwunsch erleben: den Abstieg in eine Krise, die Begegnung mit Schmerz, Verlust und Nichtwissen – und zugleich die Möglichkeit, neue Reife, Bedeutung und innere Fülle daraus hervorzubringen. Darum habe ich Persephone als Namenspatin für meine Initiative gewählt.
